Frequently Asked Questions / Textteil

Alles über NLP, EMI, EMDR, Wingwave, Coaching und etwas über Mallorca

NLP

NLP ist die Abkürzung für Neuro Linguistisches Programmieren und hat nichts direkt mit Computern zu tun. NLP beschäftigt sich also mit dem Menschen, genauer gesagt mit dem Gehirn. Durch NLP werden Leute, die sich damit intensiv beschäftigt haben, von einem so genannten Gehirnbesitzer zu einem Gehirnbenutzer.

NLP beschäftigt sich mit Kommunikation, Modelling und Wahrnehmung. Zusätzlich werden noch Dinge zu den Themenkomplexen Motivation, Lernen, Werte und Zieldefinition und Umsetzung intensiv behandelt. Also auf den Punkt gebracht, begibt man sich durch die Beschäftigung mit NLP auf eine spannende Reise in das Innere des menschlichen Gehirns.

Bevor ich weiter ins Detail gehen möchte, sind folgende Anmerkungen wichtig. Während der Ausbildung beschäftigen sich die Teilnehmer mit eigenen Themen. Der zeitliche Anteil an Übungen beträgt sicherlich an die 50 % und der Ausbildungsbetrieb schaut permanent sehr genau, wie geübt wird und damit auch, welche Grundhaltung der Auszubildende besitzt. Es ist den DVNLPTrainingseinrichtungen extrem wichtig, dass die Teilnehmer tatsächlich auch das stark humanistisch geprägte Weltbild in der Praxis anwenden und leben. Da es sich bei NLP um eine Art von Veränderungsarbeit handelt, haben einige Menschen, die sich eben nicht mit NLP auskennen oder gar eine entsprechende Ausbildung absolviert haben, ein völlig falsches Bild von NLP. Vieledenken, dass durch NLP Menschen manipuliert werden. Dabei meinen sie die negative Variante von dem Wort manipulieren. Manipulieren ist aber im Grundsatz kein negatives Wort. Es kommt aus dem griechischen und hat einfach ausgedrückt die Bedeutung, „mit den Händen machen“. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist davon auszugehen, dass die Teilnehmer, die eine NLP Ausbildung in einem DVNLP Institut ( siehe www.dvnlp.de ) absolviert haben, nur in bester Absicht für den Gegenüber jederzeit handeln. Bei all den Dingen, die durch NLP verändert werden, bestimmt der betreffende Mensch jederzeit ganz alleine, was er genau möchte und was er auch nicht möchte. Selbst wenn Veränderungsarbeit unter einer leichten Trance durchgeführt wird, ist der Gegenüber jederzeit bei vollem Bewusstsein und kann jederzeit aus jedem Thema nach eigenem Ermessen aussteigen. Es werden auch keine Menschen sektenartig an NLP gebunden. NLP ist ein Angebot an andere Menschen, dasangenommen werden kann, oder eben auch nicht und es kann jederzeit abgebrochen werden. Es sind keinerlei Verpflichtungen damit verbunden. Ferner ist NLP auch nichts Komisches oder Übersinnliches. Und es hat überhaupt nichts mit Esoterik zu tun. NLP beschäftigt sich ausschließlich mit dem jeweils betroffenen Menschen und nicht mit den Themenaußerhalb desBetroffenen.

NLP ist ein Konzept (und damit sehr viel mehr als ein Werkzeugkasten, wie es bisweilen bezeichnet wird) zur Veränderungsarbeit. Durch eine Vielzahl von einzelnen Elementen, die teilweise aufeinander aufbauen, ist es ein hervorragendes Mittel, um beispielsweise problembehaftete Themen mindestens zu lindern und gewünschte Fähigkeiten signifikant zu stärken. Die Wurzeln von NLP liegen in den siebziger Jahren in den USA an der Universität in Santa Cruz in Kalifornien. Die Gründungsmannschaft waren Robert Spitzer (Psychiater und Verleger), Fritz Perls (dem Begründer der Gestalttherapie), Richard Bandler, John Grindler (Linguist), Virgina Satir, Milton H. Erickson, Robert Dilts und noch viele andere Wissenschaftler in den USA. NLP ist in den USA seit über 40 Jahren deutlich stärker verbreitet, als beispielsweise in Deutschland. NLP wird in polnischen Schulen erfolgreich zur Lernverbesserung eingesetzt und ist in Österreich von den Krankenkassen anerkannt.

Die Wurzeln des NLP liegen u.a. in der Philosophie des Als-Ob, der klassischen und operanten Konditionierung, dem Konstruktivismus, der Kybernetik, der Kommunikationsforschung, der Linguistik, der Gestalttherapie, der Familientherapie, der Hypnosetherapie und dem Modelling.

Beginnen wir mit der Funktionsweise des Gehirns. All die Dinge, die im Inneren eines menschlichen Gehirns vorhanden sind, sind dort irgendwann hereingekommen. Schwerpunktmäßig beschäftigt sich NLP nicht um die Dinge, die ausschließlich durch die Evolutionsgeschichte, wie beispielsweise Triebe, hereingekommen sind. NLP interessiert sich für die Dinge, die während des jeweiligen Lebens eines Menschen herein kamen.

Es ist ferner zu beachten, dass es im Gehirn unterschiedliche Bereiche gibt. Es gibt den Bereich des Bewusstseins, den wir Tag ein Tag aus intensiv und beabsichtigt benutzen. Zusätzlich gibt es auch ein Bereich des Unterbewussten. Dieser Bereich ist sehr viel schneller und aufnahmefähiger, als der äußere und sehr viel größere Bereich des Bewusstseins. Ein Zugriff auf die Dinge, die im Unterbewusstsein abgelegt sind, fällt uns extrem schwer. Aber, dafür gibt es ja NLP.

Grundsätzlich erfolgt die Aufnahme der Dinge, die im gesamten Gehirn abgelegt sind, immer über eine Wahrnehmung. Mit Wahrnehmung sind die Haupt-Sinneskanäle, wie die Augen (visuell), die Ohren (akustisch), Haut und all die andern Dinge, die Gefühle wahrnehmen können (kinestetisch) und aber auch der Geruchssinn und der Geschmackssinn gemeint. Über diese Sinneskanäle strömen pro Sekunde, so haben schlaue Forscher herausgefunden, über 11 Millionen Informationen in das Gehirn. Diese Informationen gelangen extrem schnell ins Unterbewusstsein und somit in den inneren Bereich des Gehirns. Gleich anschließend werden diese Informationen sortiert und gefiltert. Das Gehirn versucht herauszufinden, ob es diesen Sinnesreiz schon einmal in ähnlicher Form wahrgenommen hat. Dann legt das Gehirn nur die kleine Veränderung, die diesmal vorhanden war und sozusagen den Link zur bisher vorhandenen Informationen ab. Dies spart Speicherplatz und Rechenleistung im Gehirn. Die Informationen, die wichtig erscheinen und den Filter zu dem Bewusstsein erfolgreich durchlaufen haben, werden in dem äußeren Gehirnsbereichabgelegt. Dies geschieht im Verhältnis zur erstenAbspeicherung im Unterbewusstsein quälend langsam. Und, es bleiben nur vielleicht 4 oder 6 Sinneseindrücke pro Sekunde übrig. Wenn jemand deutlich mehr als diese 6 Sinneseindrücke pro Sekunde wahrnimmt, gilt er als hypersensibel oder hat vielleicht sogar Drogen genommen. Was geschieht mit den übrigen 10.999.994 Informationen pro Sekunde? Ein Teil wird gelöscht und ein anderer Teil bleibt im Unterbewusstsein. Diesesmag sich sehr krass anhören, es ist jedoch die Realität. All diese Informationenaus dem Unterbewusstsein können aber auch dazu verwendet werden, einen neuen Wahrnehmungsfilter zu kreieren oder den bestehenden Wahrnehmungsfilter zu verändern. Hierzu vielleicht ein hilfreichesBeispiel:

Stellen Sie sich vor, Sie fahren ein altes Auto und sie wünschen sich ein neues Auto. Weil sie sich von der Masse abheben wollen, überlegen Sie sich (im Bewusstsein), welches Auto es denn sein soll. Da sie keine rosafarbigen Cabriolets auf der Straße herum fahren sehen, beschließen sie, dass es genau solch ein Auto sein soll. Ab diesem Zeitpunkt, oder spätestens wenn Sie sich intensiver damit beschäftigt haben und vielleicht solch ein Auto schon bestellt haben, sehen sie haufenweise rosafarbige Cabriolets auf der Straße. Ganz sicherwarendiesevorher auch schon da. Sie haben sielediglich nicht wahrgenommen. Durch ihre bewusste Entscheidung ein rosafarbiges Cabriolet zu kaufen, haben sie ihr Gehirn sozusagen um-programmiert. Ihr Unterbewusstsein kannte diese Autos sehr wohl und hatte sie auch immer wieder wahrgenommen,es ist aber nicht bis in Ihr Bewusstsein vorgedrungen.

Ist das Gehirn nicht ein ganz faszinierendes Organ? Den gleichen Effekt gibt es auch dann, wenn die Polizei eine Zeugenbefragung durchführt. Ein und dieselbe Situation wird von verschiedenen Zeugen anders geschildert, weil es anders wahrgenommen wurde. Dies ist keine böse Absicht von den Zeugen, sondern jeder Mensch auf dieser Erde hat einen etwas anderen Wahrnehmungsfilter als der nächste Mensch. Daher sprechen wir im NLP davon, dass jeder Mensch seine eigene und ganz persönliche Landkarte vom Gebiet im Kopf hat. Jeder findet sich auf seine individuelle Art und Weise somit in der Umwelt zurecht. Häufig ist dieser Umstanddie Ursache für Missverständnisse und Meinungsverschiedenheiten. Dieselbe Situation wird von verschiedenen Menschen unterschiedlich wahrgenommen und auch unterschiedlich bewertet. Wir können sogar soweit gehen, dass es keine absolute Wahrheit gibt. Jeder Mensch hat seine eigene Wahrheit und seine Wahrheit ist tatsächlich auch wahr. Also wären wir gut beraten, wenn wir in der zwischenmenschlichen Kommunikation mehr Wert darauf legen würden, zu erklären, warum jemand etwas genau so und nicht anders wahrgenommen hat. Es würde viele Missverständnisse und vielleicht auch Leid vermeiden helfen.

Die oben geschilderte Situation mit der Wahrnehmung betrifft genauso gut auch unsere eigenen Emotionen. Auch diese Emotionen sind aus vergangenen Wahrnehmungen entstanden und im Unterbewusstsein hinterlegt. Bisweilen werden wir sozusagen Opfer von unseren eigenen Emotionen. Wir haben diese Emotionen und kommen nicht heraus. Wir wissen noch nicht mal warum dies so ist (manchmal wissen wir es doch). Bemerkenswert ist auch bei Emotionen, wie schnell sie entstehen und dauerhaft im Gehirn abgespeichert werden. Da reicht eine kleine zu Unrecht empfundene Rüge der Eltern bei Ihrem Kind, dass dieses Kind noch als Erwachsener schlimmstenfalls darunter leidet. Ja, es können sogar richtige Glaubenssätze dadurch entstehen. Dieseswar bestimmt nicht von den Eltern beabsichtigt, es ist jedoch das Resultat aus der Arbeitsweise unseres Gehirns. Aus der heutigen Gehirnforschung weiß man, dass Wörter und ganze Formulierungen bisweilen mit Emotionen im gehirninternen Netzwerk abgespeichert werden.Unser Gehirn kann mit solchen emotional aufgeladenen Sprachelementen deutlich schneller arbeiten. Weil jeder Mensch seine eigenen Emotionen und Erfahrungen hat, wirken dieselben Wörter bei unterschiedlichen Menschen sehr unterschiedlich.

Oder ein anderes Beispiel. Ein Mensch sieht eine Spinne und erschrickt sich. Gleich anschließend hat er die Emotion einer Angst mit der Wahrnehmung einer Spinne verbunden. Dieser Prozess geht in Bruchteilen von einerSekunde vonstatten und kann schlimmstenfalls auch ein ganzes Leben lang anhalten. Je häufiger der Mensch mit seiner Spinnenphobie konfrontiert wird, umso fester wird diese Emotion im Unterbewusstsein gespeichert. Nebenbei bemerkt, ist dies die Methode wie Menschen lernen und das Wissen nicht mehr vergessen (auch damit beschäftigt sich das NLP).

Durch NLP ist es durchaus möglich, dass man diese Emotion (bleiben wir einmal bei der Spinnenphobie) sozusagen „um-programmiert“.Der Prozess ist im Grundsatz vergleichbar mit dem Beispiel des rosafarbigen Cabriolets. Um diese Veränderungsarbeit zu leisten, werden beim NLP beispielsweise sogenannte Interventionen durchgeführt. Im Rahmen eines NLP Coachings wird die entsprechende Intervention so angewandt, dass der Klient diese selbst Veränderung unter der Anleitung des Choaches durchführen kann. Es wird sozusagenauf der entsprechenden Speicherstelle im Unterbewusstsein eine andere Emotionen abgelegt. Beispielsweise könnte aus der Emotion „Angst“ eine Emotion „Mut“ gemacht werden. Ab diesem Moment fühlt der Klient beim Anblick einer Spinne, dass er mutig ist. Gerade bei Phobien funktioniert NLP ausgesprochengut und hervorragend schnell. Dabei ist ja zu beachten, dass das Gehirnso wundervoll schnell lernen möchte. Meistens bleiben diese Veränderungen dann auch ein Leben lang bestehen. Dieser Mensch hat einfach keine Spinnenphobie mehr.

Dies hört sich im 1. Moment wie Zauberei an und man mag es einfach nicht glauben. Genauso ging es mir auch. Tag für Tag während der NLP Practitioner Ausbildung erkannte ich an den durchgeführten Übungen in der Übungsgruppe, dass dies sehr wohl funktioniert. Auch bei mir habe ich Themen rasend schnell und dauerhaft verändert. Jeder, der schon einmal eine NLP Intervention mit erlebthat, weiß um die Funktionsweise dieser Prozesse.

Fast alle NLP Interventionen sind hochwirksam und arbeiten sehr schnell. Wie schon gesagt, bleiben sie meistens für den Rest des Lebens im Gehirn fest verankert. Allein der Klient entscheidet ganz alleine darüber, welche Themen in welche Richtung verändert (alsoumprogrammiert) werden sollen. NLP ist ein Prozessmodell und kann daher völlig unabhängig vom konkreten Inhalt durchgeführt werden. Damit ist sogar die Möglichkeit eröffnet, dass der Coach noch nicht einmal über das konkrete Thema im Detail informiert werden braucht. Es reichen die Emotionen, die zu ändern sind und zusätzlich natürlich die Emotionen, die angestrebt werden. Um an beide Arten von Emotion heranzukommen, helfen die beiden Sprachmodelle (Milton Modell und Metamodell). Die NLP Interventionen können entweder ausschließlich auf der Sprache basieren, aber auch mit Ankern arbeiten, oder mit der so genannten Zeitleiste oder mit tranceähnlichen Zuständen. Alle diese Abwandlungen sind im NLP enthalten.

NLP wird grundsätzlich entweder dafür angewandt, problembehaftete Dinge (wie beispielsweise Emotionen) in schöne Dinge (erstrebenswerte Ressourcen und Emotionen) umzuwandeln, oder es wird angewandt, um Potenzial, das schon vorhanden ist, noch weiter zu stärken.

Gerade aus den erstgenannten Gründen ist NLP in einigen Ländern als Kurzzeittherapie für Veränderungen etabliert. Der 2. Teil des oben genannten Satzes bildet die Basis für einige Motivationsstrategien und Strategien zur Aktivierung von Leistungsreserven.

Es ist bekannt, dass NLP in den folgenden Bereichen etabliert ist:

  • Wirtschaft: Im Management, in der Personalführung, in der Personalentwicklung und im Marketing und Vertrieb, in der Verhandlungsführung, in der Präsentationstechnik und im Changemanagement.
  • Politik:Die meisten Reden der Politiker basieren auf dem Milton Sprachmodell des NLP.
  • Gesundheitswesen:Ärzte, Zahnärzte, Heilpraktiker, „Körpertherapeuten“, Psychiatrie, Psychotherapie und in der Beratung
  • Coaching in allen Bereichen
  • Sport, schwerpunktmäßig bei Leistungsdruck und im Spitzensport
  • Pädagogik und Schulwesen:Verbesserung der Aufnahmefähigkeit und der Lernfähigkeit
  • Mediation und Gerichtswesen
  • Trainingstechnik und Präsentationstechnik
  • Kreativitätssteigerungen

o   Persönlichkeitsentwicklung

Die Grundlagen vom NLP basieren auf so genannten Grundannahmen. Diese Grundannahmen sind das Fundament aller Prozesse, Modelle und Methoden des NLP. Gerade für das humanistisch geprägte Wertesystem des DVNLP ist es wichtig, dass jeder NLP Schüler diese Grundannahmen verinnerlicht hat.

 

Das Lernen

  1. Menschen können sich verändern
  2. Menschen besitzen alle Ressourcen, die sie für eine Veränderung benötigen
  3. Veränderungen müssen nicht über das Bewusstsein laufen
  4. Was ein Mensch erreichen kann, kann prinzipiell jeder erreichen
  5. Wenn das, was du tust, nicht funktioniert, dann mache etwas anderes
  6. Es gibt kein Versagen, es gibt nur ein Feedback

 

Die Kommunikationstheorie

  1. Man kann nicht nicht kommunizieren
  2. Die Bedeutung deiner Kommunikation liegt in der Reaktion, die du erhältst

 

Der Konstruktivismus

  1. Die Landkarte ist nicht das Gebiet (wir können die Wirklichkeit nicht wahrnehmen und machen uns Abbilder von der Wirklichkeit)
  2. Jeder Mensch ist einzigartig. Jeder Mensch hat sein eigenes berechtigtes Modell der Welt (die Landkarten sind subjektiv, wir wissen nicht welche Landkarte „richtig“ ist
  3. Menschen orientieren sich bei ihrem Handeln an ihrer geistigen Landkarte und nicht an der Welt selbst. Menschen reagieren nicht auf die Realität, sondern auf ihr Abbild der Realität
  4. Die Fähigkeit den Prozess zu verändern, mit dem wird die Realität wahrnehmen, ist oft wertvoller, als den Inhalt unserer Erfahrung der Realität zu verändern
  5. Alle Unterscheidungen, die Menschen in Bezug auf ihre Umwelt und ihr Verhalten machen können, sind ausreichend durch die visuellen, auditiven, kinästhetischen, olfaktorischen und gustatorischen Sinne darstellbar

 

Der Humanismus

  1. Es gibt keine schlechten Menschen, es gibt nur schlechte Zustände
  2. Jedes Verhalten ist in irgend einem Kontext nützlich
  3. Jedem Verhalten liegt eine positive Absicht zu Grunde
  4. Menschen treffen zu jedem Zeitpunkt die beste ihnen mögliche Wahl

 

Die Kybernetik

  1. Geist, Körper und Umwelt bilden ein System
  2. Wahlmöglichkeiten sind besser als keine Wahlmöglichkeiten
  3. Symptome sind eine Information über notwendige Aktionen

 

Weiteres

  1. Wenn du etwas von jemandem willst, dann schaffe einen Kontext, in dem das gewünschte Verhalten natürlich und von selbst geschehen kann

Solch eine Sitzung findet in einem so genannten Coaching-Rahmen statt. Zuerst stellt der Coach sicher, dass er sich selber in einem guten Ressourcenzustand befindet. Anschließend wird eine gute kommunikative Verbindung im verbalen, aber insbesondere im nonverbalen Bereich vom Coach zum Klienten aufgebaut. Man spricht auch davon, dass ein Rapport zum Klienten aufgebaut wird. Anschließend stellt man sicher, dass der Klient selber eine gute Verbindung zu sich hat.

Im nächsten Schritt wird das Thema geklärt. Hierzu vielleicht ein Beispiel: der Klient fühlt sich schlecht, wenn er Kontakt zu anderen Menschen aufnimmt und sich diese nicht zurückmelden. Im nächsten Schritt wird festgelegt, was das Ziel der aktuellen Sitzung sein soll. Wieder ein Beispiel: künftig möchte ich, dass mich solch eine fehlende Rückmeldung nicht mehr stresst. Anschließend geht es um Fragen, wann die Sitzung wirklich erfolgreich war und was für eineEmotion hinter dem Thema steht, sprich die Frage danach, was das Thema hinter dem Thema ist.In dem hier verwendeten Beispiel könnte es sein, dass das dahinter stehende Thema mangelndes Selbstbewusstsein ist. Die nächste Aufgabe besteht darin, den so genannten Ökocheck durchzuführen. Wieder zu unserem Beispiel: könnte es etwas geben, was einer Veränderung von diesem Thema entgegensteht? Gemeint sind hier vielleicht Situationen, indem möglicherweise eine Beziehung zwischen dem Klienten und anderen Menschen auf mangelndem Selbstbewusstsein fußt. Also müsste sich der Klient überlegen, was die Konsequenzen wären, wenn er plötzlich sehr selbstbewusst wäre. Könnte dies Auswirkungen auf die Beziehung zu der 3. Person haben? Nach Abschluss des Ökocheck wird noch geklärt, welche Emotionen anstatt von mangelndem Selbstvertrauen/Selbstbewusstsein an solche signifikanten Situationen geankert werden sollen. All diese Schritte werden in einem Gespräch miteinander in Ruhe abgearbeitet. Nun kommt der eigentliche Veränderungsprozess, die so genannte Intervention. Über eine der ca. 33 Interventionen (es gibt für jedes Thema meistens mehrere unterschiedliche Interventionen, die angewandt werden können) wird sozusagen die Speicherstelle im Gehirn, in der die problembehaftete Situationen (keine Rückmeldung von anderen) mit dem belastenden Gefühl (mangelndes Selbstbewusstsein) miteinander verbunden (verankert) ist, mit der gewünschten Resource (hier vielleicht innere Stärke, oder das Gefühl geliebt zu werden) überschrieben. Nach Abschluss der Intervention wird eine künftige Situation fiktiv schon einmal durchgespielt (Future Pace ist hierfür der Fachbegriff) und dadurch verstärkt. Zum Abschluss wird durch den Klienten bestimmt, wie erfolgreich dieser Veränderungsprozess war.

Während dieser gesamten Sitzung ist der Klient selbstverständlich bei vollem Bewusstsein und alleine Herr der Lage. Er bestimmt alleine, was genau geschehen soll. Auch die Veränderung führt er alleine durch. Der Coach leitet ihn lediglich fachmännisch durch den Prozess. Ändern tut ausschließlich der Klient etwas. Solch eine Sitzung kann, je nach Schwere, nach vielleicht 40 Minuten beendet werden. Nur ganz selten dauert eine Sitzung länger als vielleicht 80 Minuten. In einer Vielzahl von Fällen reicht solch eine Sitzung zu einem bestimmten Thema aus, damit das Thema nachhaltig bis zum Lebensende erledigt ist. Es gibt jedoch auch manchmal Fälle, in denen sich solch eine Intervention sozusagen abnutzt und dann ist eine Wiederholung ratsam. Alternativ dazu, kann man gemeinsam mit einer anderen Interventionen, oder sogar einer ganz anderen Methode (vielleicht mit EMI oder Wingwave) später nochmals in das Thema einsteigen.

Noch eine Anmerkungen zum Coaching-Rahmen. Das Coaching kann in den Räumlichkeitendes Coaches, oder auch beim Klienten durchgeführt werden. Gerade wenn der Klient beispielsweise eine Ressourcenstärkung im beruflichen Kontext wünscht, kann die Sitzung sogar auch an der Arbeitsstelle durchgeführt werden. Wesentlich ist jedoch, dass eine entsprechend angenehme Atmosphäre und eine entsprechende Ruhe geschaffen werden. Gerne können auch solche Sitzungen in der freien Natur (in meinem speziellen Falle natürlich in der wunderschönen Natur auf Mallorca) durchgeführt werden. Gerade das Herauslösen aus der bekannten Umgebung und das Eintauchenin die Natur, wie beispielsweise an einer schönen Bucht auf Mallorca,oder in der spektakulären Bergweltauf Mallorca wirkt meistens sehr vorteilhaft und beschleunigt den Prozess. Dies liegt auf der Hand, weil der Klient und insbesondere sein Unterbewusstsein sehr aufnahmefähig ist. Es finden auch nicht so viele Ablenkungen durch immer währende Gedankenmuster aus dem Alltag statt. Gerade auf einer Insel wie Mallorca kommen die Menschen sehr schnell zur Ruhe und finden einen besseren Zugang zu sich selbst.

In der Regel vereinbart der Klient mit seinem Coach nach der 1. Sitzung noch weitere 2, bis maximal 4 weitere Sitzungen. Es wird in der 2. Sitzung geschaut, ob der Veränderungsprozess hält und gegebenenfalls nachgearbeitet. Dies ist jedoch nicht die Regel. Häufig kommen dem Klienten in der Zwischenzeit auch andere Themen, die sich lohnen, bearbeitet zu werden, in den Sinn. Dies könnte dann zum Beispiel in der 3. und in der 4. Sitzung erfolgen. Es ist erklärtesZiel von den NLP-Coaches, die nach dem DVNLP zertifiziert sind, dass die Klienten möglichst schnell keine weiteren Sitzungen benötigen. Es wird also nicht angestrebt, immer weitere Sitzungen zu vereinbaren. Es macht sehr viel mehr Sinn, dass danach erst einmal eine Pause eingelegt wird. Selbstverständlich kommen einige Klienten nach Monaten nochmals zum Coach, um weitere Themen bearbeitet zu wissen. Aber diesesgeschiehtselbstverständlichnur auf Betreiben des Klienten.

Logische Ebenen (auch der Veränderung):die Themen, die einen Menschen beschäftigen, sind unterschiedlich stark mit dem Menschen verbunden. Auf den unteren logischen Ebenen geht es um Dinge wie die Umgebung oder reine Verhaltensthemen (vielleicht eine unangenehme Angewohnheit). Auf den oberen logischen Ebenen geht es um Dinge wie Werte, Glaubenssätze und Dinge, die die Identität des Menschen ausmachen. Themen auf den höheren logischen Ebenen erfordern in der Regel etwas mehr Aufwand.

Die 6 Logischen Ebenen (von unten nach oben):

  • Kontext: Geistige und materielle Umgebung. Fragewörter: Wann, Wo, mit wem, wer, was? Immer am Hilfsverb haben erkennbar. Z.B.: Immer wenn ich ein Gespräch in der Firma habe, dann…
  • Verhalten: Welche von außen wahrnehmbare eigene Handlung gibt es dabei. Frage: Was machst du? An Verben machen oder tun, oder an direkten Aussagesätzen erkennbar. Z.B. …dann erröte ich…
  • Fähigkeiten / Strategien: Welche nicht von außen wahrnehmbare Abläufe gibt es. Frage: Wie machst du das innerlich? An Hilfsverben können, oder machen in Verbindung mit einer Nominalisierung erkennbar. Z.B.: … ich mache mir Sorgen…
  • Werte / Glaubenssätze: Überzeugungen, Verbote/Erlaubnisse, Leitgedanken, Entscheidungskriterien, Motivation. Frage: Wofür, warum, was ist dabei wichtig? An Hilfsverben können, dürfen, wollen, müssen und sollen erkennbar. Z.B.: … ich muss es gut machen..
  • Selbstbild / Identität: Mission und Selbstbild. Fragen: Wer, wie wer und wie was? Erkennungsverb sein. Z.B. …ich bin Unternehmer…
  • Spiritualität/Zugehörigkeit/Vision: Sinn und Vision dahinter oder Gruppenzugehörigkeit. Frage: Wozu, für wen? Z.B.: …Bei uns in der Familie…

Die Wahrnehmungerfolgtdurch die 5 wesentlichen Sinne. Visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorischund gustatorisch. Meistens wird jedoch nur mit den ersten drei Sinneskanälen gearbeitet. Im NLP sprechen wir auch von der VAK-Wahrnehmung.

SubmodalitätensindUntergruppen der einzelnen VAK Kanäle. Im visuellen könnte man zum Beispiel ein Bild vor dem geistigen Auge mit einer Submodalitäten, wie Bildgröße, oder Bildhelligkeit beschreiben. Es gibt NLP Interventionen, die basieren auf Veränderungen dieser Submodalitäten. Beispielsweise könnte man ein belastendes Bild bei einer Spinnenphobie von der angetroffenen Spinne verändern. In der belastenden Situationen erscheint die Spinne auf einem sehr großen Bild und sie ist durch die Helligkeit gut erkennbar. Verändert man nun die Submodalitäten in Richtung eines sehr kleinen Bildes (vielleicht noch in einer großen Entfernung vom Betrachter) und macht das Bild sehr dunkel, so ist die Wirkung bei den Menschen mit der Spinnenphobie völlig anders.

Ankern: MancheErlebnisse können beispielsweise mit bestimmtenEmotionen verbunden sein. Dann spricht man von Ankern. Hierzu vielleicht mal ein positives Beispiel: bei einem bestimmten Musikstück erinnert sich der Klient an eine sehr liebevolle Begegnung dem Partner. Dann ist dieses Musikstück mit der liebevollen Begegnung verbunden. Solche Dinge lassen sich gut für die Veränderungsarbeit nutzbar machen.

Etwas allgemeiner ausgedrückt: Ankern ist die Verbindung zwischen Orte, Gedanken, Worten, Gerüchen, Symbolen, etc. mit gewissen Reaktionen oder Wahrnehmungen. Anker sind veränderbar.

Die 4 grundlegende Ankertechniken:

  • Moment of Excellence: Arbeitet mit Ressourcen. Wird an Worte, Bilder, Körpergefühle, Gesten geankert. Z.B. Neugeborenes sehen àSanftheitund Glücksgefühle
  • Anker stapeln: Mehrere Ressourcen werden mit einem Anker kombiniert. Z.B. Küste vor dem geistigen Auge sehen àRuhe, Gelassenheit, Zuversicht, etc.
  • Reanchoring: Ein schon vorhandener Anker (meistens mit eher negativen Reaktion verbunden) wird mit einer positiven Ressource überschrieben. Z.B.: Flugzeug àFlugangstwird überführt in baldiges Wiedersehen mit der ausgewanderten Schwester
  • Collapsing Anchors: 2 oder mehr Bodenanker (Markierungen auf dem Boden für die entsprechenden Zustände) werden verwendet. Ein Bodenanker ist mit dem negativen Zustand verbunden. Ein oder mehrere andere Bodenanker sind mit guten Zuständen / Ressourcen verbunden. Diese Anker sollten unbedingt stärker, als der erste Anker sein. Nach der Prägung aller Anker den/die guten Zustände mit in den negativen Anker mitnehmen und dadurch diesen Zustand positiv transformieren.

Timeline:Gerne arbeitet man im NLP mit einer Zeitleiste. Möglicherweise wird auf solch einem Zeitstrahl die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft repräsentiert. Bewegt sich nun unter entsprechender Anleitung des Coaches der Klient über die Zeitleiste, so erlebt er die einzelnen Situationen und nimmt sie entsprechend wahr. Damit ist die Möglichkeit eröffnet, Dinge aus der Vergangenheit zum Beispiel im Nachgang anders zu erleben. Dies kann bei belastenden Situation aus der Vergangenheit zu einer Entlastung führen.

Sprachmodelle:Im NLP wird gerne mit dem MetaSprachmodell gearbeitet. Dies ist eine Methode, um durch genaues Nachfragen weitere Informationen über das Thema zu erhalten. Im Gegensatz dazu steht das Milton Modell. Dies ist ein Sprachmodell mit eher vagen Aussagen. Es dient dazu, beim Klienten das Unterbewusstsein anzusprechen. Es verwendet häufig den Konjunktiv und Worte wie „vielleicht“, oder „möglicherweise“. Bei genauer Analyse der Reden von Politikern fällt auf, dass sie sehr, sehr häufig in der Milton Sprache reden. Es wird nichts Konkretes gesagt, aber die Fantasie von jedem einzelnen Zuhörer angeregt. Jeder kann seine Wahrheit daraus lesen und der Politiker hat weiterhin alle Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung.

Was versteht man im NLP unter Chunking und wofür ist es nützlich?Chunking kommt aus dem Englischen und steht dafür, zu einem bestimmten Gedanken oder Begriff mehr Informationen zu erhalten. Das Chunking kann in drei Richtungen ausgeführt werden: nach oben für z.B. Überbegriffe oder Glaubenssätze, nach unten um in die Detailebene einzutauchen oder seitlich um Vergleiche (Methaphern) zu finden, wie z.B. das Internet àInformationszugangist wie Freiheit. Mit Chunking erlangt man ein besseres Verständnis davon, ob beide auch über das Gleiche sprechen, man erfährt etwas über die oberen logischen Ebenen des Gegenübers und man erhält Hinweise auf dessen Wertesystem.

Strukturmodelle der Veränderung:1.Ein gegenwärtiger Zustand wird durch hinzufügen von Ressourcen (z.B. gute Gefühle) in einen künftigen Zustand überführt. Ein negativer Ausgangszustand kann durch Hinzufügen von positiven Ressourcen signifikant verbessert werden.2.Einen aktuellen Zustand in seine Bestandteile aufbrechen, Elemente verändern und anschließend wieder alle Bestandteile zusammenfügen.

BackTrackFrame im NLP: BackTrackFrame beschreibt die Art und Weise, wie man durch verbale und nonverbale Wiederholungen und Übernahmen vom Gegenüber einen vertrauensvollen Rapport aufbauen kann.

  • DurchauthentischeVerwendungder gleichenSprache kann der Rapport schneller aufgebaut werden.
  • Durch das Wiederholen der Aussage vom Gegenüber ihm signalisieren und verdeutlichen, was er schon sagte.
  • Jemand kommt aus einem schlechten Zustand und beschreibt danach einen guten Zustand. Im guten Zustand gab es z.B. einen bestimmten Ort. Diese Beschreibung des Ortes genauso (wörtlich) wiederholen, wie der Gegenüber und darauf aufbauend z.B. den schlechten Zustand verbessern (z.B.: Der Vater sagte immer: Du musst…)…Jetzt stehst du auf dieser grünen Wiese und du fühlst dich von der Natur angenommen, dann will deine Vater dir sagen, dass.)…

Was versteht man unter Rapport, Pacing und Leading:

  • Rapportbedeutet,eine gute Verbindung zum Gegenüber aufbauen. Pacing beschreibt die Angleichung deseigenenVerhaltens in Richtung des Gegenübers. Beim Leading übernimmt man ein klein wenig die Führung im Verhalten und kann testen, ob der Gegenüber „auf ähnlicher Wellenlänge funkt“.
  • Nur wenneine gute und stabile Verbindung zum Gegenüber aufgebaut wurde, kann sicher gestellt werden, dass man nicht aneinander vorbei spricht. So kann der Coach seinen Klientenin andere (bessere) Zustände überführen (z.B. durch das Aufrichten des Oberkörpers).

Die 5 Repräsentationssysteme:1. sehen(visuell), 2. hören (auditiv), 3. fühlen im weitesten Sinne (kinästhetisch), 4. riechen (olfaktorisch), 5. schmecken (gustatorisch). Viele Redensarten (Metaphern), wie: (glänzende Zukunft, schillernde Vergangenheit, gutes Bauchgefühl, ich ihn nicht riechen, bitterer Nachgeschmack) beziehen sich genau auf diese 5 Repräsentationssysteme und geben z.B. Hinweise, wie der Gegenüber bevorzugt wahrnimmt und Dinge abspeichert. Ferner ist es durch dieses Wissen (VAK, in erster Linie) möglich, Ungereimtheiten zu erkennen. Zusätzlich kann man dadurch erkennen, warum manche Menschen miteinander oft konfliktbehaftet sprechen (z.B.: eine Person kommuniziert stark kinästhetisch und die andere Person stark visuell. Durch Überführung der Kommunikation auf ein neutrales Repräsentationssystem kann das Gespräch häufigunmittelbar entschärft werden.

Submodalitäten:Submodalitäten sind Untergruppen von einzelnen Wahrnehmungen. Z.B. Visuell ist der Kanal und Helligkeit des Bildes ist eine Submodalität.Veränderungen der Submodalitäten ist für mich vergleichbar mit Programmveränderungen an Rechnern auf Maschinensprachenniveau. Diese Veränderungen wirken daher extrem schnell und nachhaltig.

Konzept der Augenzugangshinweise(AZH):Bei annähernd allen Menschen bewegt sich das Auge (genauer gesagt, die Blickrichtung) bei Denkprozessen auf eine ähnliche Art und Weise. Beim Suchen in der Vergangenheit blickt der Gegenüber häufig eher nach oben, beim auditiven Zugang eher mittig der Augenachse und beim inneren Dialog mit sich selber eher unterhalb der Augenachse. Bei vielen Menschen ist es so, dass sie bei Erinnerungsvorgängen eher nach rechts schauen (also schaut der Gegenüber für sich selber betrachtet nach links). Konstruierte Vorgänge befinden sich auf der gegenüber liegenden Seite.

Die 4 Wahrnehmungspositionen im NLP und der Positionswechsel:Die „Ich-Position“ im assoziierten Zustand, die „Du-Position“ um in den dissoziierten Zustand aus Blickwinkel des Gegenübers zu kommen, die Metaposition (Beobachter) um mit Überblick (also dorthin dissoziiert) die Angelegenheit wahrzunehmen und die Position von einer übergeordneten Position als Ganzes. Ob diese Position als dissoziiert empfunden wird, hängt u.a. auch vom eigenen Glauben (Religion, etc.) ab.

Um mehr wahrnehmen zu können, oder „einen anderen Blickwinkel“ zu erfahren, ist es hilfreich sich von der Ich-Position in eine andere Position zu begeben. Hierdurch können z.B. auch neue, bisher unerschlossene, Ressourcen verfügbar gemacht werden (bei einer Rückführung auf die Ich-Position).

Semantische Reaktion:Eine Reaktion, häufig eine Überreaktion, die durch ein bestimmtes Wort ausgelöst wurde. Z.B.: In der Kindheit musste das Kind immer dies und das sofort erledigen. Bei dem Wort „Muss“ schwillt dieser Person häufig schon der Kamm.

Coachingrahmen mit seinen fünf Unterrahmen:DerCoachingrahmen ist vielleicht ein wenig mit einer technischen Entwicklungsumgebung vergleichbar. Zuerst müssen die Voraussetzungen für die Neu/Weiterentwicklung geschaffen werden, weitere Schritte durchlaufen werden und abschließend erfolgt die Implementierung und Validierung. Beim NLP sprechen wir nicht von Schritten, sondern von Rahmen:

  • Dreifacher Rapport: Der Coach hat mit sich selber eine gute Verbindung, der Coach und der Coachee haben eine gute und stabile Verbindung und der Choachee ist ressourcenvoll und fühlt sich in der Umgebung wohl.
  • Thema, Motivation und Ziel des Coachings: Über entsprechende Fragen können die Inhalte und Motivationen geklärt werden. Ferner kann in diesem Rahmen der Coachee mit notwendigen Ressourcen „versorgt“ werden. Abschließend klärt man gemeinsam das zu erreichende Ziel.
  • Der Ökologiecheck: Was geschieht, wenn das Thema geändert wurde, mit der Umwelt? Wie wird die Umwelt reagieren und was muss der Coachee nach der Zielerreichung aufgeben, was er vielleicht behalten möchte.
  • Intervention: Das Herzstück der NLP-Technik. Durchführung der beabsichtigten Technik oder des Formates, wie es geleert wurde.
  • Test und Manifestation: Anhand von Fragen nach der Zahl auf einer Skala 1 bis 10 den Erfolg testen. Hierbei die nonverbale Kommunikation insbesondere beachten.

Wohlgeformtheitskriterien für Ziele im NLP:Ein Ziel im Sinne des NLP ist dann wohlgeformt, wenn es ein Problem 1. Ordnung (selber lösbar) ist, eindeutig und positiv (ohne jegliche Form von Negation!!) formuliert ist, in der eigenen Ökologie eingebettet werden kann und realistisch ist.

Die Formel für SMART formulierte Ziele lautet:

  • Mittels VAK(OG) sinnesSpezifischerlebbar oder vorstellbar
  • Messbar (keine sog. geölten Sauen)
  • Attraktiv. Es ist erstrebenswert, dieses Ziel zu erreichen.
  • Realistisch. Es erscheint für einen selber als realisierbar. Anm.: Nach meiner schon erfahrenen Grundüberzeugung sind auch Probleme 2. Ordnung bisweilen realistisch.
  • Terminiert. Klarer Zeithorizont oder sogar Zeitpunkt kann benannt werden.

Strategieund einige Strategiearten:

Um ein Ziel zu erreichen, ist es notwendig, eine Sequenz von Schritten in punkto Wahrnehmung, Denkmuster und Verhalten zu durchlaufen. Diesen Prozess nennt man Strategie.

Lernstrategie, Überzeugungsstrategie, Kreativitätsstrategie, Gedächtnisstrategie, Entscheidungsstrategie, Realitätsstrategie und Motivationsstrategie.

Bei der Motivationsstrategie gibt es die „weg-von-Strategie“ und die „hin-zu-Strategie“. Bei der ersten Strategie möchte ich z.B. etwas unbedingt vermeiden und bewege mich davon weg. Diese Bewegung ist ein starker Antrieb, jedoch räumlich ungerichtet. Bei der zweiten Strategie möchte ich unbedingt ein z.B. lohnenswertes Ziel erreichen. Diese Variante ist räumlich sehr gerichtet, jedoch von der Stärke der erstgenannten Varianten unterlegen. Bei einer geschickten Kombination beider Varianten ist die Zielerreichungswahrscheinlichkeit signifikant erhöht. Ferner ist zu beachten, dass es von aussen wirksame Motivationen und von innen (höhere Ebene der logischen Ebene) wirksame Motivationen gibt.

Die Disney Strategieund deren Ablauf:

Durch die Unterteilungder eigenen Person in 3 Anteile (Träumer, Realist und Kritiker) kann ich leicht bessere Strategien zur eigenen Zielerreichung finden und interne Widerstände abbauen. Alle Anteile sind wertvoll und bringen mich dem Ziel näher.

Traum formulieren, Bodenanker für den Träumer (A) auslegen, Bodenanker für den Realisten (B) auslegen, Bodenanker für den Kritiker (C) auslegen. Alle Bodenanker entsprechend prägen. Auf (A) in eine VAK Trance gehen und gehaltvoll den Traum ausmalen. Niemand redet hinein! Nach Seperator (S) auf (B) gehen und den Plan zur Zielerreichung wahrnehmen und formulieren. (S) Auf (C) darf der wohlwollende und konstruktive Kritiker seine Anmerkungen machen. (S) Niemals werden (B) und (C) mit (A) reden!(B) und (C) sind im Dialog!(B) nimmt die Aussagen von (C) liebevoll an und erwidert (C) liebevoll und mit guten Argumenten. (S) (C) nimmt Statement von (B) liebevoll entgegen und äußert sich dazu….. Diese Schleife wiederholt sich solange, bis eine schöne und realistische Strategie im Konsens zwischen (B) und (C) gefunden wurde. Sind alle Anteile zufrieden? Jep àpackenwir´s

Die 4 +1 Ebenen des Lernens nach Bateson:

Lernen erfolgt in der Theorie nach Bateson in 4 Stufen. Die ersten beiden Stufen sind durch Inkompetenz und die nachfolgenden beiden Stufen = Ebenen sind durch Kompetenz geprägt. Die „Königs-Ebene“ ist die Meisterschaft, die man nach, soweit ich die genannte Zahl richtig abgespeichert habe, in unfassbaren ca. 10.000 Stunden der Anwendung erreichen kann.

Die ersten beiden Ebenenpaare unterteilen sich jeweils in eine unbewusste und eine bewusste Ebene. Hier alle Ebenen im Telegrammstil:

  • unbewusste Inkompetenz: Ich weiß nichts und ich weiß noch nicht einmal, dass ich nichts weiß.
  • bewusste Inkompetenz: Ich weiß extrem wenig vom Thema und ich erkenne, dass ich fast keine Ahnung habe.
  • bewusste Kompetenz: Ich habe (fast) alle Informationen zusammen, muss mich bei der Anwendung des Wissens sehr konzentrieren und verwechsele manchmal die Dinge (Verwirrtheit). Erwachsene fühlen sich im Gegensatz zu Kindern auf dieser Ebene eher unwohl.
  • unbewusste Kompetenz: Das Wissen ist fest verankert und die Anwendung erfolgt annähernd automatisiert. Dadurch habe ich Kapazität im Gehirn auf der bewussten Ebene geschaffen.
  • Meisterschaft: Die besten Anwender von diesem Wissen.

Das Meta-Sprachmodellund die entsprechenden Sprachmuster:

Das Meta-Modell ist ein sprachlich basiertes Modell und arbeitet mit einer Vielzahl von Fragen, also einer festgelegten Fragetechnik. Ziel dieser Fragetechnik ist es, den Gegenüber zu verstehen (manchmal versteht er sich selber erst danach besser); ihm Veränderungsoptionen, die er innerlich schon kannte, verfügbar zu machen und ihm ggf. zu verdeutlichen, woher seine Gedankenstruktur kommt (meistens von einer höheren logischen Ebene).

  1. Nominalisierung: In Hauptwörter verwandelte Verben. Konkrete Tätigkeiten, Fähigkeiten und Prozesse werden durch Hauptwörter generalisiert, verkürzt und in unzulässiger Weise fixiert. Z.B.: „Ich will Liebe!“. Möchtest du Liebe geben, oder annehmen? Wer soll dich lieben? Woran ist für dich erkennbar, dass du geliebt wirst?
  2. Fehlender Referenzindex: Pronomen und Substantive, die völlig unklar und unspezifisch verwendet werden. Z.B.: „Man sollte mehr lieben!“. Wer genau sollte wen oder was lieben?Wert ist „man“?
  3. Vorannahmen: Teilaspekte in einer Aussage, die stillschweigend unterstellt werden. Z.B.: „Er kann genauso wenig lieben, wie seine Mutter!“ Unterstellt, dass die Mutter nicht lieben konnte.
  4. Gedankenlesen: Ein Mensch sagt etwas über einen anderen Menschen und behauptet dabei unterschwellig, zu wissen, was der andere Mensch denkt. Z.B.: „Meine Frau liebt mich nicht!“ Der Sprecher weiß doch gar nicht, ob seine Frau ihn tatsächlich nicht liebt (also nachfragen lohnt sich J)
  5. Verlorener Performativ: Der Ausgangspunkt, also der Denker oder insbesondere der Sprecher, einer Aussage wird nicht genannt. Z.B.: „Rasen betreten verboten“. Wer sagt dies denn bitteschön?

Das Milton Sprachmodellund dessen Sprachmuster:

Das Milton Modell ist das zweite Sprachmuster innerhalb des NLP. Es setzt auf eine herrlich unkonkrete, sprich vage, Sprache. Da der Coachee durch die unkonkrete Sprache des Coaches nicht weiß, was er meint, bildet er sich sein eigenes Bild anhand seiner Landkarte. Durch das Auffüllen mit seinen eigenen Erfahrungen erhält der Coachee neue Erkenntnisse.

Konjunktionen: Aneinanderreihung beliebig vieler Satzteile und einer abschließenden Unterstellung. Z.B. „Du siehst einen Strand, du spürst die Wärme,… und dann fühlst du die tiefe Entspannung.“

Temporale Konjunktion: Es wird einfach ein zeitlicher Zusammenhang von unterschiedlichen Vorgängen „untergeschoben“. Z.B.: „Und während du am Strand sitzt, spürst du den lauen Wind.“

Scheinalternativen: Dem Coachee werden diverse Alternativen sprachlich geboten, die gar keine Alternativen sind. Z.B.: „Es ist egal, ob du zuerst das warme Meerwasser spürst und dann einen tiefen Atemzug nimmst, oder vielleicht lieber die Augen schließt und dann das warme Meerwasser spürst.“

Satzfragmente: Satzteile, die für sich alleine betrachtet keinen Sinn ergeben, führen den Gegenüber in den Zustand, dass er sich selber eine Bedeutung „zusammenzimmert“. Z.B.: „Weib … Wein … und Gesang… Du bist an der Tafelrunde…. spürst du deine Freude…“

Zitate & Stellvertreter: Auf diese Art und Weise werden Aussagen getätigt, für die der Sprecher selber nicht die Verantwortung trägt. Z.B.: „Mein Chef pflegt immer in solchen Situationen zu sagen, Morgenstund hat Gold im Mund.“

EMI, EMDR, Wingwave

Nach meiner NLP Practitioner Ausbildung stand ich vor der Entscheidung, wie es mit diesen Themen weitergehen sollte. Mir war wichtig, möglichst schnell zusätzliche Methoden kennen zu lernen, die auch in „heftigeren“ Situationen helfen können. Ein Hinweis einer inzwischen guten Freundin aus NLP Ausbildungsgruppe gab den entscheidenden Impuls. Ich beschäftigte mich mit den Grundlagen von Wingwave.

Bei Wingwave geht es während der Intervention um Augenbewegungen. Also wird bei Wingwave eine „wache“ REM Phase eingeleitet. Dies ist eine sogenannte Bilaterale Hemisphärenstimulation des Gehirns. Seit langer Zeit ist bekannt, dass beispielsweise durch eine pendelnde Taschenuhr eine klassische Hypnose eingeleitet werden kann. Noch älter sind die Techniken beim Yoga, die teilweise auch Augenbewegungen beinhalten. In Asien sind traditionelle Tänze bekannt, bei denen rhythmische Augenbewegungen mit entsprechenden Tanzschritten kombiniert werden. Offensichtlich geht es immer darum, die unterschiedlichen Gehirnbereiche (insbesondere die linke und die rechte Gehirnhälfte) abwechselnd anzusprechen.

All dies hört sich anfangs sehr kompliziert und noch ungewöhnlicher an, als manche NLP Interventionen. Aber, ich möchte versuchen mit einfachen Worten die Wirkungsweise zu erklären. Vielleicht kommen mir hier meine Erfahrungen als Ingenieur zugute?

Unsere Augen sind sehr stark und direkt mit dem Gehirn verbunden. Die Verbindung, so der aktuelle Stand der Gehirnforschung, besteht zum inneren Gehirnbereich. Daher spricht man auch davon, dass die Augen Ausstülpungen des Gehirns sind.

Wie an anderer Stelle schon erläutert, werden alle Sinneseindrücke (oder Wahrnehmungen auch genannt) direkt zuerst in den inneren Gehirnbereich, also ins Unterbewusstsein geleitet. Die enorme Informationsdichte von ca. 11 Millionen Sinneseindrücken pro Sekunde wird dann gefiltert, sortiert, mit vorhandenen Erfahrungen verglichen und strukturiert abgelegt. Nur die Informationen, die all diese Filter durchlaufen konnten und als im Moment relevant eingestuft werden, gelangen ins Bewusstsein. Erschreckender Weise sind dies nur 4 bis maximal 6 Sinneseindrücke pro Sekunde. Dies bedeutet, dass im nicht direkt zugänglichen Unterbewusstsein annähernd 11 Millionen Wahrnehmung pro Sekunde zwischengespeichert, auf Vorrat abgelegt werden und gelöscht werden müssen. Bei diesen extrem „rechenintensiven“ Vorgang im Gehirn geschehen Fehler. Wie beim Computer lässt sich dies einfach nicht zu 100 % ausschließen. Aber, unser Gehirn ist schlau und hat einen Automatismus entwickelt, der diese Fehler unschädlich macht. Dies betrifft im übrigen auch Fehler, die nicht durch die visuellen Sinneseindrücke entstanden sind, sondern beispielsweise auch Gefühle oder Geräusche.

Diese Korrekturroutine läuft vollautomatisch nachts mit den Ausstülpungen des Gehirns, also den Augen, ab. In der Tiefschlafphase, der so genannten REM Phase, bewegen sich die Augen wie von Geisterhand schnell hin und her. Dieser Prozess ist inzwischen gut durch die Wissenschaft erforscht. Warum geschieht dies? Die Augen, die ja direkt dem Gehirn verbunden sind, greifen an unterschiedliche Positionen im Gehirn zu. Jede Augenpositionen repräsentiert eine bestimmte Speicherstelle im Unterbewusstsein und bisweilen auch im Bewusstsein. An einer Fehlstelle (also an einer Stelle im Gehirn, an der eine Information unvollständig beispielsweise abgelegt wurde) stoppt die Augenbewegung ganz kurz und sucht an einer anderen Stelle den fehlenden Teil. Dann bewegt sich das Auge zu der 2. Position und schiebt die Teilinformationen hin und her, so lange, bis der Fehler behoben ist. Vermutlich werden auf diese Art und Weise auch manche Informationen gelöscht. Wie schon geschrieben, betrifft dies nicht nur Informationen, die über den visuellen Kanal eingespeichert wurden. Diese Augenbewegungen verlaufen extrem schnell und mehrfach in der Nacht. Anschließend ist unsere interne „Festplatte“ wieder gesäubert. Dies hört sich völlig krass an, ist jedoch wissenschaftlich inzwischen gut untersucht und bestätigt worden.

Schon vor über 30 Jahren erkannten die ersten Wissenschaftler, die sich teilweise auch mit NLP auskannten, dass es möglich ist, diese schnelle Augenbewegungen in der REM Phase künstlich von außen im Wachzustand herbeizuführen. Um dies zu bewerkstelligen, positioniert sich ein Coach so vor dem Klienten, dass er vor den Augen des Klienten Handbewegungen durchführen kann, die der Klient mit seinen Augen nachzuvollziehen hat. Durch diese Handbewegungen und den damit verbundenen Augenbewegung greift somit der Klient auf einzelne Speicherstellen in seinem eigenen Gehirn zu. Der Effekt von dieser Methode ist nahezu ebenbürtig mit dem automatischen Korrekturprogramm in der REM Phase. Nachdem die Wissenschaftler dies erkannten, forschten sie weiter und weiter. Sie erkannten, dass durch eine Kombination von Methoden des NLP und dieser Augenbewegung Technik, auch Einfluss auf Emotionen und Gefühle genommen werden kann. Aus diesen Forschungen wurde das so genannte EMDR entwickelt und in den USA zuerst erfolgreich angewandt. Annähernd gleichzeitig wurde eine andere Methode, die so genannte EMI Methode entwickelt und erprobt. Der Hauptunterschied beider Methoden liegt lediglich in der Geschwindigkeit und der Intensität der eingeleiteten Augenbewegungen. Von diesen Hauptmethoden gibt es einige Abwandlungen. Ich lernte im Mai 2018 auch zusätzlich das EMI.

Vor nunmehr 20 Jahren wurde in Deutschland, genauer gesagt im Besser-Siegmund-Institut in Hamburg die EMDR Methode entscheidend weiterentwickelt und in die Wingwave Methode überführt. Die eingeleiteten Augenbewegungen sind hierbei tendenziell in Problemsituationen schneller, aber dafür nicht so langwierig, wie beim EMI. Absolute Besonderheit beim Wingwave ist der so genannte Myostatiktest und die Kombination mit den Augenbewegungen. Solche Muskelreaktionstests sind grundsätzlich schon länger und bei anderen Anwendungen bekannt. Bei entsprechenden Reizen, wie beispielsweise Fragen oder Informationen, reagiert ein Muskel direkt aus dem Unterbewusstsein gesteuert, unterschiedlich. Diese Reaktionen des Muskels werden bei manchen Anwendungen als direkte Antworten auf gegebene Fragen gedeutet. Bei Wingwave geht man vielmehr davon aus, dass Informationen, Emotionen und andere Dinge, die dem Unterbewusstsein quasi einen Stress verursachen, eine andere Muskelreaktionen hervorrufen, als bei den Dingen, die keinen Stress verursachen. Hierfür wurde der Myostatiktest entwickelt und optimiert. Bei all den wissenschaftlichen Arbeiten waren sowohl die Hochschule in Hamburg, wie auch die Deutsche Sporthochschule in Köln involviert. Es gibt kaum ein Teilgebiet der Kurzzeit-Veränderungsarbeit (Kommunikationspsychologie), welches so fundiert und umfassend wissenschaftlich erforscht wurde, wie Wingwave. Dies betrifft sowohl den Myostatiktest, wie auch die eingeleiteten Augenbewegungen.

Wingwave wird in sehr vielen und in sehr unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Ein Hauptunterscheidungsmerkmal ist, ob mit problembehafteten Themen oder mit Leistungssteigerungen in verschiedenen Bereichen gearbeitet wird.Daher spricht man auch von einem Emotions-Coaching oder eben von einem Leistungs-Coaching.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sämtliche Themen, die auch mittels NLP Interventionen bearbeitet werden können, ebenfalls mit Wingwave angegangen werden können. In solch einer Kurzzeit-Coaching Sitzung können also Ängste, Phobien und all die anderen negativen Emotionen bearbeitet werden. Es ist durch Wingwaveauch möglich, traumatisierten Personen eine Erleichterung zu verschaffen. Ich persönlich würde nicht willentlich mit einem Klienten in solch ein tief gehendesThema einsteigen wollen. Aber, es kann durchaus sein, dass sich ein eher anfangs leichteres Thema in ein tieferesThema entwickelt, weil diesesdie eigentliche Ursache für die Situation ist. Und genau für solche Situationen ist es gut, auch aus einer NLP Intervention heraus sofort auf Wingwave umsteigen zu können. Damit ist Wingwave ein hervorragendes Mittel, um mit dem Klienten gemeinsam Themen zu bearbeiten, die auf den oberen logischen Ebenen angesiedelt sind.

Beim Leistungs-Coaching geht es darum, die eigenen Ressourcen beim Klienten signifikant zu verbessern. Beispielsweise leitet man den Klienten an, wie er aus Präsentationsangst ein Selbstvertrauen und eine Stärke entwickeln kann. Aber, es hilft auch anderen Stress in den Situationen, in denen der Stress hinderlich wäre, durch positive Emotionen zu ersetzen. Gerne wird dieses Hilfsmittel von Führungskräften in der Industrie, Leistungssportlern und Künstlern gerne angewandt. Sogar die deutsche Handball Nationalmannschaft hat sich im Jahr 2007 vor dem Gewinn der Weltmeisterschaft Wingwave Sitzungen geben lassen. Zusätzlich hilft natürlich auch das Leistungs-Coaching allen anderen Menschen, um mehr in die inneren Balance zu kommen.

In der Ausbildungsgruppe, in der ich Wingwave im Besser-Siegmund-Institut in Hamburg lernen konnte, befanden sich auch Menschen, die sich um schwierige Jugendliche in Heimen, oder Hebammen, oder Trainer von Spitzensportlern, oder aber auch Manager aus dem Bereich der Personalentwicklung in Konzernen. Für all diese Menschen war es wichtig, dass sie eine zusätzliche Unterstützung für ihre „Schützlinge“ anbieten können.

Ressourcen-Coaching: Einsatz von Wingwave bei Erfolgsthemen wie beispielsweise Selbstbild, überzeugende Ausstrahlung, bessere Selbstmotivation, Kreativitätssteigerung oder die mentale Vorbereitung zum punktgenauen Abrufen von Spitzenleistungen, man spricht auch vom in vivo Coaching.

Regulation von Leistungsstress: Stressabbau in diversen Spannungsfeldern, wie im Inneren bei z.B. Lampenfieber, oder im Äußeren bei Kundengesprächen oder Personalgesprächen. Aber auch bei Stress durch Schlafmangel wird Wingwave eingesetzt.

Belief-Coaching: Eigene und von außen implementierte Glaubenssätze, die als Einschränkung wahrgenommen werden, können in Ressourcen durch Wingwave verwandelt werden. Stabilisierung des persönlichen emotionalen Erlebens durch Stärkung der mentalen Belastbarkeit mittels Wingwave.

Durch die als Eingangsvoraussetzung zur Wingwave Ausbildung notwendige NLP Ausbildung sind die Begriffe Rapport, Pacing und Leading, aber natürlich auch der Coachingrahmen dem Coach bekannt. Dies ist eine absolute Grundvoraussetzung zu Beginn. Es muss also sichergestellt sein, dass zwischen dem Klienten und dem Coach eine gute, vertrauensvolle und stabile Verbindung besteht.

Nachdem das Thema geklärt wurde und einige wichtige Punkte des Prozessablaufes mit dem Klienten besprochen sind, wird der so genannte Myostatiktest kalibriert. Dabei testet der Coach die Muskelreaktionen des Klienten in entsprechenden emotionalen Situationen und Zuständen. Im nächsten Schritt werden die starken negativen Emotionen und die starken positiven Emotionen herausgefunden. Auch hier, sehr ähnlich zu den meisten NLP Interventionen, wird gerne mit einer Bewertungsskala vor und nach der Intervention gearbeitet.

Da durch den Myostatiktest die emotionale Belastung direkt angezeigt wird, ist es gar nicht notwendig, dass dem Klienten die Situationen selber in seiner ganzen Tragweite bewusst wird. Es reicht, wenn die Informationen aus dem Unterbewusstsein mittels des Myostatiktest angezeigt werden. Genau dort an dieser speziellen Stelle, oder genauer gesagt an dieser speziellen Emotionen, können Klient und Coach zielgerichtet ansetzen. Dies muss also gar nicht über die Sprache und das Bewusstsein ablaufen. Es ist häufig zu beobachten, dass der Klient selber sehr darüber überrascht ist, welche Situationen mit welcher starken Emotionen verbunden ist. Dies war ihm selber so nicht klar. Im übrigen ist dies auch ein wichtiges Argument für Manager aus der Industrie, dass sie gerne sich mittels Wingwave coachen lassen. Sie müssen gar nicht so sehr in den Emotionen herumwühlen und schon gar nicht gegenüber dem Coach aussprechen.

Ganz zielgerichtet wird an diesem Maximum der Emotionen angesetzt. Dabei führt der Coach bestimmte genau festgelegte Bewegungen mit seinen Fingern vor den Augen des Klienten aus. Der Klient hingegen folgt diesen Bewegungen der Finger ohne den Kopf zu bewegen. Dann geschieht genau das, was wir von der REM Phase her kennen. Schlagartig beginnt ein Veränderungsprozess im Unterbewusstsein des Klienten durch seine eigenen Augenbewegungen. An der nonverbalen Kommunikation des Klienten kann der Coach genau ablesen, ob dieser Veränderungsprozess im Unterbewusstsein des Klienten aktiviert ist. Der Wingwave Coach erkennt auch, wenn sich die Situation oder die Emotion im Unterbewusstsein des Klienten verändert hat. Dann werden die Augenbewegungen unterbrochen und es wird nach der gefühlten Veränderung gefragt. Zuerst erfolgt dieses Nachfragen verbal und später nochmals aus dem Unterbewusstsein kommend über den Myostatiktest. Hieraus ergeben sich dann die nächsten Schritte. Häufig werden dann andere Emotionen und Begriffe mittels der eingeleiteten Augenbewegungen bearbeitet. Schlussendlich gibt das Unterbewusstsein des Klienten eine eindeutige Informationen, ob der Prozess für die aktuelle Sitzung unterbrochen werden kann.

Abschließend werden noch die gewünschten positiven Emotionen mittels Wingwave im Unterbewusstsein verankert. Auch dies geschieht durch eingeleitete, aber etwas andere Augenbewegungen. Ganz zum Schluss wird wieder mit der Skalenarbeit und anderen Punkten die Sitzung abgeschlossen. Ein Wingfwave-Coaching gilt als gelungen, wenn der Coachee auf alle Sätze und Wörter, die sein Thema beschreiben, selbstsicher, entschlossen, gelassen oder auch humorvoll reagiert.

In der Regel dauert eine Wingwave Sitzung ca. 50 Minuten und für einen Themenkomplex werden 3 bis maximal 5 Sitzungen angesetzt. Danach hat sich in nahezu allen Fällen die emotionale Situation des Klienten signifikant verändert.

Da diese durch die Bewegungen der Finger vom Coach eingeleiteten Augenbewegungen beim Klienten anfänglich etwas seltsam aussehen, hat die Zeitschrift „Welt am Sonntag“ diese Methode (es ging damals um Prüfungsangst) als „Winke-Winke Therapie“ am 25.9.2011 betitelt. Schon Mitte der neunziger Jahre bezeichnete der Spiegel die EMDR – Methode ebenfalls als „Winke-Winke Therapie”.

Auf Youtube findet man hierzu ein interessantes Video: „Die Seelenflüsterin“ https://www.youtube.com/watch?v=cGkxDG54i6U

Andere Themen

Basis für sämtliche Interventionen in der Veränderungsarbeit ist die Funktionsweise des menschlich Gehirns. Genauer gesprochen geht es um den Abspeicherungsprozess von Informationen und Wahrnehmungen (also auch Emotionen).

Gerne möchte ich hierzu eine Parallele (eher ein Modell) zu einem Speicher in einem Computer ziehen. Diese Dinge, wie Informationen, Wahrnehmungen und Emotionen, werden nicht in eine einzige Speicherzelle abgelegt. Nehmen wir beispielsweise die Information über ein vorbeifahrendes Auto.

Beim ersten Auto, das der Säugling wahrnimmt wird vielleicht an einer Stelle der Geruch der Abgase abgelegt. An einer anderen Speicherstelle wird das Glänzen der Fensterscheiben abgelegt. An einer völlig anderen Position befindet sich die Teilinformation über die Wellenlänge des reflektierten Lichtes der Oberfläche (auch Farbe genannt). Dann befindet sich wieder an einer anderen Stelle im Gehirn die Info über die Form des Kofferraumes… Und noch zig, oder hunderte von anderen Teilinformationen sind beim ersten Wahrnehmen von einem Auto kreuz und quer im Gehirn abgelegt. Nur die Kombination all dieser Informationen zusammen ergibt die Wahrnehmung „Auto“ für den Säugling (das Wort kennt er natürlich noch nicht dazu!). Die Kombinationen der Teilinformationen aus den unterschiedlichen Speicherstellen erfolgt über eine Vielzahl von Verbindungen (quasi Hyperlinks) innerhalb vom Gehirn. Bei der nächsten Wahrnehmung von einem Auto, z.B. einem Kombi, wird nur die unterschiedliche Form des Kofferraumes abgespeichert und ebenfalls mit den schon vorhandenen Teilinformationen verbunden. So lernt der Säugling, dass zur Obergruppe Auto auch Kombis gehören und andere Farben, Geräusche, Gerüche, etc. Später werden Informationen, wie die Geschwindigkeit des Autos, dass dort Menschen einsteigen und das Wort Auto an weitere Speicherstellen gegeben. Und nun nimmt das Kind einen Autounfall wahr. Das Quietschen der Reifen, den Knall, den Rauch, etc. Auch dies kombiniert das Gehirn mit dem Auto. Nun empfindet das Kind vielleicht einen Schrecken und speichert den Schreck ebenfalls an eine Stelle im Gehirn. Nun hängt es davon ab, wie „groß“ der Schrecken beim Kind war und wie viele Speicherzellen mit den damit wiederum verbunden Teilinformationen belegt sind, ob das Kind immer die Emotion Schrecken mit Auto verbindet.

Nehmen wir jetzt an, dass das Kind die Verbindung Auto = Schrecken hat. Dies soll nun über eine NLP- oder EMI- oder Wingwave-Intervention aufgelöst werden. In unserem Gedankenexperiment sind, so sagen wir einfach einmal, 100 Speicherzellen involviert.

Haben wir es mit einem kleineren Schrecken zu tun, so beansprucht vielleicht der Schrecken 5 Speicherzellen. Überschreibt man nun durch eine Intervention davon vielleicht 4 Speicherzellen mit der Emotion „Vertrauen“, so wird eine einfache Intervention dafür ausreichend sein. Diese Intervention wird die <4 zu 95> Hyperlinks so verändern, dass der Schrecken für alle Zeit verschwunden ist.

Ist der Schrecken mässig groß und heftig gewesen, so belegt er vielleicht 10 einzelne Speicherzellen. Nun kommen wir mit unserer einfachen NLP-Intervention und überschreiben davon die genannten 4 Speicherstellen. Nun wird die Aufgabe darin bestehen, dass die 4 geänderten Speicherstellen die verbleibenden 6 Speicherstellen mit der bisherigen Emotion sukzessive ebenfalls von sich aus und automatisch überschreiben werden. Dies braucht Zeit und das ist die Nachwirkzeit von Interventionen.

Wären z.B. bei dem Autounfall die Eltern des Kindes gestorben, so wäre dies ein ganz heftiges Thema für das Kind. Dies würde auf der Logischen Ebene der Zugehörigkeit (zur Familie) wirken. In diesem Falle wären bestimmt deutlich mehr als 20 oder 30  Speicherzellen im Spiel. Da hilft nur eine Intervention wie Wingwave o.ä. um die Anzahl der geänderten Speicherzellen deutlich zu steigern. Aber auch dort gilt, dass im Nachgang noch einzelne Speicherzellen (mit der ursprünglichen Emotion) von den schon geänderten Speicherzellen automatisch im Laufe der Zeit umprogrammiert werden.

Diese Auflistung stellt lediglich ein Auszug aus all den Interventionen dar. Es wurden teilweise Themen bei diversen Klienten, bei Kollegen während der Ausbildung und aber auch Themen bei mir selber bearbeitet. Die Auflistung ist weder chronologisch, noch sachlich besonders sortiert. Es ist vielmehr wichtig, hier einige Gedankenanstöße für mögliche Themen mitzunehmen.

Jemand möchte sich beruflich verändern und fühlt gewisse innerliche Hindernisse. In solch einer Situation wurde mit dem so genannten Stellvertreter-Rahmen / Als-Ob-Rahmen mit Bodenankern / Mentorentechnik gearbeitet. Auf den verschiedenen Bodenankern geben die frei gewählten Mentoren dem Klienten wohlwollende und sehr hilfreiche Hinweise zur Erreichung seines Zieles.

Um für alle künftig auftretenden Situationen ressourcenvoll zu sein, wird eine besonders prägnante und wertvolle Situation, der so genannte Moment of Excellence aufgerufen und jederzeit verfügbar gemacht. Die Steigerung von dieser Intervention ist der so genannte Circle of Excellence.

Sehr häufig reicht es aus, wenn für bestimmte belastete Situationen aus der Vergangenheit das negative Gefühl mit einem positiven Gefühl überschrieben wird. In diesem Fall spricht man vom Reanchoring.

Mit der Kinästhetischen Fast Phobia Cure wurden nicht nur Phobien durch den Klienten positiv überschrieben, sondern es wurden auch leichtere Glaubenssätze über sich selber in Lügen durch den Klienten umgewandelt.

Bei der Intervention Change History wurden belastende emotionale Erlebnisse aus der Vergangenheit mit positiven Ressourcen aus der Vergangenheit überschrieben. Dadurch erlebte der Klient die belastende Situation später ressourcenvoll neu.

Mit dem Format Change Future kann ähnlich, wie beim Change History mit dem Zeitstrahl gearbeitet werden. Es werden lediglich Situationen der Zukunft ressourcenvoll sozusagen vor erlebt.

Die Disney Strategie wurde angewandt, um bei der Umsetzung eines Planes mit Kritikern und Befürwortern des Planes fiktiv zu verhandeln und zu einer Lösung zu kommen. Jeder kennt dies. Wenn man sagt, dass ein Teil zu etwas ja sagt und ein anderer Teil in einem sagt eher nein, dann könnte dieses Format passend sein.

Bei visuell orientierten Menschen hat sich schon häufig die Anwendung der Formate Swish und Praliné bewährt. Es werden einfach über die Submodalitäten die Bilder ausgetauscht.

Bei etwas hartnäckigeren Phobien konnte erfolgreich mit der visuellen Fast Phobia Cure gearbeitet werden.

Bei größeren Differenzen zwischen den einzelnen Teilen des Klienten (zum Beispiel innerer Kritiker zum Optimisten) wurden die Formate Visuell Sqash und Dynamic Spin Release sehr überzeugend angewandt.

Manchmal reicht auch bei massiven Themen eine etwas ausführlichere Anwendung des Meta Sprachmodells in Kombination mit dem Milton Sprachmodell.

Das Logo wurde nicht zufällig gewählt. Wie viele Logos, die uns tagtäglich in der markengetriebenen Welt begegnen, steckt dahinter ein tieferer Sinn.

Das Logo besteht hauptsächlich aus 2 Elementen. Diese Elemente sind ein Dreieck und ein Ring. Das Dreieck scheint im Kreis zu schweben. Warum ist dies so?

Das Dreieck beschreibt das Innere des Menschen. Dieses Dreieck bildet eine unlösbare Verbindung mit drei Eckpunkten an den Spitzen des Dreiecks. Die untere Spitze steht für die Kommunikation. Es gibt nicht nur eine verbale und eine nonverbale Kommunikation, sondern es gibt eben auch eine innere Kommunikation. Der Mensch kommuniziert auf welche Art und Weise fast zu 100 % in seinem Leben. Der Mensch nimmt zwar nicht die Kommunikation in jedem Falle wahr, aber sie findet dann vielleicht nur im Unterbewusstsein statt. Die Spitze des Dreiecks zeigt nach oben und signalisiert das Glück. Jeder Mensch strebt nach Glück. Einen großen Anteil unserer Zeit verbringen wir damit, uns in Richtung dieses Glücks zu bewegen, oder zu mindestens danach zu suchen oder zu sehnen. Die rechte Spitze des Dreiecks symbolisiert die Liebe. Hier ist nicht nur die Liebe zu anderen Menschen, sondern auch die Eigenliebe gemeint. Dies ist der Motor, der menschliches Handeln erst in Bewegung setzt. Also sind Kommunikation, Glück und Liebe miteinander unzertrennlich verbunden und im Inneren des Menschen verankert. Dieses Dreieck weist aber auch nach rechts und hat damit eine symbolische Parallele zu einem so genannten play button. Lebe dein Leben. Dies ist eine weitere wesentliche Botschaft des Logos.

Dieses Dreieck scheint an dem Ring zu schweben. Dies symbolisiert, dass sich das Innere des Menschen bis an die Begrenzung des Ringes ausbreiten kann. Wofür stehen nun die unterschiedlichen Farben des Ringes? Wir finden ganz unten, leicht links versetzt, ein blaues Segment. Dieses blaue Segment steht für Vertrauen. So weit, wie sich der Mensch selber und dem Leben insgesamt anvertraut, kann sich das Innere des Menschen ausdehnen. Der Bereich steht deswegen unten, weil es eine grundlegende Basis darstellt. Links oberhalb finden wir einen grünen Bereich. Dieser Bereich symbolisiert die Potenzial-Entwicklung des Menschen. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und sein wahres Potenzial zu entdecken und zu erweitern. Dadurch wird natürlich auch der Kreis größer. Weiter im Uhrzeigersinn folgend erscheint der rote Bereich. Im roten Bereich ist die Dankbarkeit angesiedelt. Die Dankbarkeit steht oben, weil Menschen bisweilen an einer höheren Instanz ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Diese Dankbarkeit betrifft häufig sowohl das äußere Leben, wie in noch viel größerem Maße das innere Erleben. Weiter im Uhrzeigersinn folgend kommen wir zu dem orangenen Bereich. Hier geht es um die Offenheit. Gerade wenn es darum geht, sich selber zu verändern, oder mit anderen Menschen zu kommunizieren, so ist eine Offenheit vonnöten. Wie wir alle wissen, hat sowohl NLP, wie auch WingWave viel mit einer offenen Kommunikation mit sich selber und mit dem gegenüber zu tun. Abschließend folgt der gelbe Bereich, der für die Achtsamkeit steht. Ohne sich selbst gegenüber achtsam zu sein, oder auch dem gegenüber achtsam zu sein, lebt der Mensch am Leben vorbei. Nur durch Achtsamkeit zu sich selber lernt der Mensch sich wirklich kennen und lieben und daraus wird er auch Glück schöpfen können. Ähnlich verhält es sich bei einer bewussten und achtsamen Kommunikation mit dem gegenüber. Es ist auch kein Zufall, dass die Achtsamkeit unten zu finden ist. Auch sie bildet genauso wie das Vertrauen die Basis von allem. Und nun es ist sind wir wieder am Beginn des Kreises angelangt.

Durch eine Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und die damit verbundene Überwindung von eigenen Hürden und Begrenzungen kann der Ring größer werden und der Mensch wachsen. Dann hat er die Möglichkeit, dass sein Inneres (also das Dreieck) in einem viel größeren Bereich schweben kann.

Mein Name ist Andreas Bonné. Nach dem Abitur absolvierte ich ein Studium der Ingenieurwissenschaften, Fachrichtung Maschinenbau. Schon während des Studiums arbeitete ich als Nachhilfelehrer und als Supervisor an der Hochschule.

In meinem angestammten Beruf führte mein Weg über Positionen im Qualitätsmanagement und in der Entwicklung bei einem Automobilhersteller in die Zulieferindustrie in das Projektmanagement und den Vertrieb. Nach dem Aufbau und der Leitung eines Dienstleistungsunternehmens im Bereich Projektmanagement orientierte ich mich um. In den letzten Jahren war ich als freiberuflicher Projektmanager und als Consultant in der internationalen Industrie tätig. In dieser Phase zog es mich auch auf die schöne Insel Mallorca.

Während der vergangenen mehr als 30 Jahre hatte ich permanent mit der Industrie und auch mit den dort beschäftigten Menschen zu tun. Dabei spielte selbstverständlich die Kommunikation, die ja nun eine ganz wesentliche Bedeutung beim NLP besitzt, eine wesentliche Rolle. Gerade beim Management von internationalen Projekten kommt es entscheidend auf die Kommunikation und das gemeinsame Verständnis der Situation an.

Daher lag es nahe, dass ich mehr über Kommunikation und die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Menschen im Rahmen einer NLP Ausbildung lernen wollte. Da sowohl NLP, wie auch Wingwave exzellente Methoden zum Verständnis des menschlichen Verhaltens darstellen und sogar auch Hilfswerkzeuge zur gezielten Veränderungsarbeit darstellen, absolvierte ich die vollständige Ausbildung bis zum Wingwave Coach. Dieser Schritt stellt für mich eine ideale Ergänzung meiner bisherigen Tätigkeit dar.

Im Bereich des NLP Coachings und des Wingwave Coachings steht der Mensch in erster Linie mit seinen Ressourcen, Fähigkeiten, Sorgen und Nöten im Vordergrund. Dieses gefällt mir insbesondere sehr gut, weil es von einem stark humanistisch geprägten Weltbild geleitet wird. Mit dieser Wertvorstellung kann ich mich gut identifizieren.

Mein neu dazu gewonnenes Wissen möchte ich sowohl in meinem bisherigen Betätigungsfeld als Unterstützung in kreativen und kommunikativen Prozessen einsetzen, wie insbesondere aber auch allen Menschen eine Unterstützung anbieten, um an sich selber zu arbeiten. Es ist egal, ob Fähigkeiten und Ressourcen zu steigern sind, oder ob problembehaftete Situationen nach der gemeinsamen Arbeit nicht mehr so problembehaftet wahrgenommen werden.

Mein erklärtes Ziel ist es, dass, sich alle Menschen, die ich ein klein wenig auf ihrem Weg begleiten darf, glücklicher, zufriedener und optimistischer durchs Leben gehen können.

Der Begriff NLP? Ich hatte keine Ahnung davon, was es damit auf sich hat. Nachdem diese 3 Buchstaben mir auch auf dem einen oder anderen Lebenslauf von anderen Menschen begegneten und ich Seminarangebotes sah, die offensichtlich auf NLP basierten und sehr stark vertriebsorientiert angelegt waren, so bildete sich bei mir die Vorstellung, dass es sich vielleicht wieder um solch eine neuartige Verkaufsstrategie aus den USA handeln könnte. Ich war der Meinung, dass all die Dinge die damit in Verbindung stehen lediglich dazu dienen sollen, andere Menschen über den Tisch zu ziehen und so zu manipulieren, dass sie ein Produkt oder eine Dienstleistung kaufen. Ferner war offensichtlich, dass auch die Schulungsmaßnahmen für NLP relativ teuer erschienen und leicht gestellt auf mich wirkten. Insgesamt betrachtet erschien mir NLP nicht weiter relevant für mich zu sein. In diesem Status führte ich über Jahrzehnte mein durch das industrielle Umfeld geprägte Leben.

Anfang des Jahres 2018 stieß ich per Zufall auf eine Kleinanzeige, die sich mit einer Dienstleistung aus dem Bereich Internet Marketing beschäftigte. Über eine kleine Recherche im Internet führte die Suche zu einem Buch aus dem Bereich Management und Strategie. Der Titel war: „Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer“; der Autor: Stefan Merath. Zuerst hörte ich das Buch als Hörbuch und später kaufte ich es mir auch in gedruckter Version. Und schon wieder begegneten mir diese 3 magischen Buchstaben NLP. Da ich inzwischen in meinem Leben gelernt hatte, dass nichts einfach nur so und ohne Grund geschieht, wurde ich aufmerksam. Es schrie geradezu danach, dass ich mich mit dem Thema NLP beschäftigen sollte. Aus diesem Impuls heraus begann ich also nach NLP zu recherchieren. Ich fand im Internet aufschlussreiche und auch eher unverständliche Erklärungen darüber. Selbstverständlich gab es euphorische Artikel über NLP, aber genauso gut auch harsche Kritik. Wenn Dinge so kontrovers diskutiert werden, dann interessieren sie mich noch selbst sehr viel mehr. Als logische Konsequenz daraus suchte ich nach einem Seminar oder einem Training und wurde in München fündig. Bei Alexander Training buchte ich also sehr spontan einen so genannten NLP Basistag.

An diesem NLP Basistag lernte ich, dass die 3 Buchstaben NLP für die Begriffe Neuro, Linguistisch und für Programmieren stehen. Wie sollte dies alles zusammenpassen fragte ich mich. Neuro ist klar und ist die Bezeichnung für das Gehirn. Linguistisch beschäftigt sich natürlich mit Sprache und Programmieren oder auch Programme war mir auch klar. Für mich nahm ich mit, dass man durch NLP von einem so genannten Gehirnbesitzer zu einem Gehirnbenutzer wird. Dies hört sich spannend an, so dachte ich mir. Weitere Begriffe die ich mitnahm, waren beispielsweise Kommunikationsmethoden, geistige Leistungsfähigkeit, Wahrnehmung und Sinneskanäle. Ferner lernte ich schon an diesem Basistag, dass die Kommunikation zu einem großen Teil nicht nur verbal stattfindet. Gerade die Körpersprache ist extrem wichtig, um die wahren Ansichten eines Gesprächspartners zu erfassen. Dabei spielen Begriffe wie Rapport, Pacing, und Leading eine große Rolle. Während dieses Tages wurden auch total spannende Übungen miteinander durchgeführt. Anschließend war mir klar, dass ich unbedingt weitermachen wollte. Bei der abschließenden Verlosung gewann ich dann sogar noch einen Gutschein in beträchtlicher Höhe für den 1. Ausbildungsgang. Leider passte dieser 1. Ausbildungsgang überhaupt gar nicht in meine Terminplanung. Daheim wieder angekommen, suchte ich nach Alternativen. Zuerst lernte ich, dass es sehr viel unterschiedlicher Anbieter im Bereich NLP Training gibt. Offensichtlich gibt es auch in Deutschland mehrere Dachverbände. Mir erschien der Verband DVNLP als für mich geeignet. Insbesondere sprach mich der Ehrenkodex und der Aufbau all der Trainingsmaßnahmen, die stark durch ein humanistisches Weltbild geprägt sind, an.

Die Ausbildung im Bereich NLP gliedert sich im groben in die Stufen Practitioner, Master, und so weiter. Aber ich wollte zuerst nur den Practitioner absolvieren. Hierfür sind 18 volle Arbeitstage angesetzt und zusätzlich sind noch Hausaufgaben (Lektüre von NLP Büchern und die Beantwortung von Fragen) zu erledigen. Eine mir sehr passende NLP Ausbildungsstelle befindet sich in Berlin. Ich nahm also Kontakt mit dem NLP Zentrum Berlin ( www.nlp-zentrum-berlin.de ) auf. Wie sich später herausstellen sollte, ein absoluter Glücksgriff. Hier konnte ich die zweigeteilte Ausbildung mit jeweils 9 Tagen Präsenzzeit in einem Block im März 2018 absolvieren. Schon nach wenigen Tagen während der Schulung wurde mir klar, dass ich weitermachen wollte. Allerdings erschien für mich nicht der klassische Weg über den Master passend, sondern ein Weg in Richtung Wingwave. So oder so ist die NLP Practitioner Ausbildung quasi eine Eingangsvoraussetzung für die Ausbildung zum Wingwave Coach. Diese Ausbildung ansolvierte ich dann im Juni 2018. Zwischendurch nahm ich noch an einer Zusatzausbildung zum Thema EMI (Eye Movement Integration) teil. Damit fühle ich mich so gut ausgebildet, dass ich annähernd alle damit in Verbindung stehenden Themen bearbeiten kann und dem Klienten Anleitungen zur Verfügung stellen kann, seine Themen ebenfalls zu bearbeiten.

Häufiger werde ich gefragt, warum ich mein Coaching auf Mallorca anbiete. Ich könnte jetzt antworten, dass es einige Coaches aus Deutschland gibt, die ihre Coaching-Sitzungen auf Mallorca ebenfalls anbieten. Solch eine Situation ist jedoch bei mir nicht zutreffend.

Im Frühjahr 2017 wanderte ich nach Mallorca vollständig aus. Zu diesem Zeitpunkt war ich ausschließlich in Projekten der Automobilindustrie als Projektleiter und als Berater eingebunden. Meine Arbeit verrichtete ich sowohl vom Home-Office, wie auch direkt vor Ort in etlichen Ländern Europas und in der Ukraine. Auch hierfür bot sich der Standort Mallorca besonders an. Mallorca, genauer gesagt der Flughafen in Palma, ist ein extrem stark frequentierte Flughafen in Europa. Anders als viele andere Flughäfen konzentriert sich der gesamte Flugverkehr auf Flüge aus Europa auf die Insel und zurück. Es gibt kaum Flüge in das außereuropäische Ausland. Dadurch ist die Häufigkeit der Flugverbindung beispielsweise nach Deutschland extrem hoch. In Spitzentagen werden an die 1080 Flugbewegungen täglich von und nach Europa abgewickelt. Dies bot mir die Möglichkeit, aus einer extrem hohen Anzahl an Flugbewegungen jederzeit den passenden Flug für mich zu finden. Umgedreht bedeutet dies natürlich auch, dass es sehr leicht fällt von annähernd allen europäischen Flughäfen (insbesondere den deutschen Flughäfen, auch den kleineren Regionalflughäfen) Palma und damit Mallorca zu erreichen. Dadurch sind auch die Flugpreise sehr viel günstiger nach Palma de Mallorca als beispielsweise viele innerdeutsche Verbindungen. Mein Standort auf der schönen Insel Mallorca ist so gewählt, dass ich in maximal 15 Minuten am Flughafen bin.

Mallorca ist nicht ohne Grund ein Lieblingsziel für viele Europäer. Mallorca ist eine sehr, sehr abwechslungsreiche Insel. Jeder kann, so sagt man hier, sein Mallorca, also seine eigene Insel, finden und damit glücklich sein. Mallorca bietet Gebirge bis über 1400 Höhenmeter, weitläufige offene Landschaften, wunderschöne verträumte kleine Ortschaften, nette Fischerorte mit einem netten Ambiente, einsame Strände und noch einsame Buchten, schroffe Felsküsten und natürlich Palma und die bekannten Touristenhochburgen, wie den Playa de Palma.

Somit bietet es sich an, auf Mallorca den Ort für ein Coaching auszusuchen, der gerade für den Klienten und für die betreffende Situation passend ist. Die Anzahl der unterschiedlichen Möglichkeiten ist nahezu unübersichtlich. Und nach dem Coaching gibt es für den Klienten eben auch noch die Möglichkeit, einige Tage zur Ruhe zu kommen, die Stille zu genießen und alles nachwirken zu lassen. Und vielleicht folgt dann sogar noch während des Aufenthaltes eine 2. Coaching Sitzung. Da ich selber hier auf Mallorca wohne, habe ich sehr viele Möglichkeiten solch ein Coaching individuell zu organisieren, oder wir treffen uns einfach in der Unterkunft des Klienten, oder in meinen Räumlichkeiten.

Selbstverständlich fliege ich auch mehr oder weniger regelmäßig nach Deutschland. Damit habe ich die Möglichkeit, Coachingsitzungen auch in Deutschland anzubieten. Solche Coachingsitzungen können dann an einem neutralen Ort, am Wohnort des Klienten, oder sogar im Rahmen seiner Arbeitsstelle angeboten werden. Es ist lediglich eine Frage der Organisation. Meistens bevorzugen jedoch die Klienten die besondere Atmosphäre auf Mallorca. Ich kann dies verstehen.

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